Die Aufgabe

In zwei Stunden komplexe Inhalte knapp vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern näher bringen. So dass die Inhalte wirklich aufgenommen werden. Am Ende eines Arbeitstages. Also genau zu dem Zeitpunkt, an dem alle eigentlich am liebsten von einer ersten Entspannungswelle davongetragen werden möchten. Da können slides noch so attraktiv, die storyline noch so peppig und der Inhalt noch so spannend sein. Immer ist es für die Teilnehmer – und auch für den Referenten – ein Kampf gegen nachlassende Konzentration.

Bei einer zweistündigen Präsentation ist bei uns eine Pause sowieso obligatorisch. Sonst sind die Teilnehmer erschlagen und das einzige, was bleibt, ist der Widerwille gegen solche Arten von Veranstaltungen. Die Inhalte dagegen sind vergessen.

Unsere Erfahrung: Pausen sind gut. Bewegte Pausen sind besser. Bewegte Pausen bringen die Aufnahmefähigkeit wieder richtig in Schwung. Dazu eignen sich kleine Bewegungsspiele. Bewegungsspiele, die motorisch einfach und leicht zu lernen sind, Spaß machen und keine Peinlichkeiten auslösen.

Der Referent hat es in der Hand

Häufig bestehen Bedenken, ob Teilnehmer sich auf solche Aktivitäten einlassen würden. Dabei sind es gar nicht die Teilnehmer, die Schwierigkeiten mit bewegten Pausen haben. Manchen Referenten scheint es geradezu peinlich, nicht nur Fachkompetenz ausstrahlen zu dürfen sondern auch mal als Animateur zu fungieren. In den drei, vier Minuten der bewegten Pause kommt es aber genau darauf an, die Teilnehmer aktiv zu pushen, mal ganz und gar ‚unsachlich’ zu werden. Ist der Referent zögerlich und unsicher in der Anleitung – also selbst nicht überzeugt vom Nutzen und Spaß, den alle dabei haben werden – lassen sich die Teilnehmer nur schleppend auf das Neue, Ungewöhnliche ein. Und dann bleibt der Spaß auf der Strecke.