Kennen Sie den? Treffen sich ein Studienabbrecher, ein Förster, ein Pädagoge, ein Kaufmann, ein Physiotherapeut und kein einziger Mechaniker und wollen ein Fahrrad bauen. Nein, kein Witz!

Das Produkt ist einfach – den Begriff ‚einfach’ für so ein wunderbares Vehikel wie ein Fahrrad möge man mir verzeihen. Die Aufgabe, individuelle Fahrräder für Fahrradbegeisterte zu verkaufen ist komplex, kompliziert, die Realisierung unsicher. Schlicht: Das Projekt gewagt. Und einen richtigen ‚Chef’ gab es auch nicht.

Und warum funktionierte das trotzdem?

Alle hatten denselben starken Traum: Individuelle Fahrräder für Individualisten! Die gemeinsame Vision half, die üblichen Hürden zur Teambildung und Teamperformance leichter zu überwinden. Die von allen geteilte Vision ließ egoistische Motive, Rivalitäten und Dominanzversuche in den Hintergrund treten. Die Schwelle, Nichtwissen zuzugeben war niedrig – es hat eh keiner von uns eine Ahnung. Die Motivation, besser zu werden war hoch und dadurch der Wissenserwerb von innen heraus motiviert.

Zudem war rasch klar, dass man sich häufig zusammensetzen musste, um die gemeinsame Vision zu erhalten. Das war wichtig, damit der Traum nicht plötzlich in jedem Kopf verschieden geträumt wurde und so das wichtigste Bindeglied des Teams zum Streitthema Nummer 1 hätte werden können.

Und wie sieht der Traum heute aus?

Heute ist der Traum einer eigenen Fahrradmanufaktur erfolgreich realisiert.